Ersthilfe nach Taifun auf den Philippinen

Ersthilfe nach Taifun auf den Philippinen

 

Nachdem der Taifun Vamco auf den Philippinen schwere Schäden hinterlassen hat, berichtet unsere Mitarbeterin Wiebke Schmidt-Holzhüter in den Morgenstunden des 12.11.2020:

 

„Vamco hat die Millionenmetropole Manila voll erwischt. Ich bin dankbar, dass unsere Mitarbeiter in ihren Häusern sicher sind.
Aber das Wasser steht vielerorts meterhoch in den Straßen, Millionen von Menschen sind betroffen. Auch viele unserer Gemeinden sind mitten im Geschehen. Einige unserer Pastoren und Gemeindeleute harren im Moment auf ihren Hausdächern aus in der Hoffnung auf Rettungsboote. Andere konnten sich irgendwohin retten. „Unser“ Armenviertel am Floodway ist an der Flussseite komplett unter Wasser – was müssen diese Leute mitmachen…“

 

In Zusammenarbeit mit einem lokalen Disaster Committee unseres Partnerbundes stellt die Allianz-Mission finanzielle Soforthilfen zur Verfügung, mit denen unkomplizierte Ersthilfe vor Ort geleistet werden kann. Bitte beten Sie mit uns für alle Betroffenen.

Update 13.11.2020: Die Hilfsaktionen sind geplant, werden aber erst die Tage anlaufen, weil im Moment das Wasser so hoch steht, dass noch gar nicht evaluiert werden kann, wie groß die Not ist. Aber es ist alles vorbereitet, damit es dann zügig losgehen kann

Update 16.11.2020: Im Moment laufen die ersten Hilfsaktionen an. Und es ist wieder mal ermutigend zu sehen, wie die Leute sich gegenseitig helfen und was für segensreiche Auswirkungen unsere gute Partnerschaft mit dem philippinischen Gemeindebund hat. So können wir mit der finanziellen Unterstützung aus Deutschland und den Christen vor Ort sehr tatkräftig Hilfe dorthin bringen, wo sie am nötigsten gebraucht wird. Im Moment packen Leute aus den Gemeinden Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln für vom Taifun schwer Betroffene. Eine Gemeinde im Norden Manilas hat es besonders schwer getroffen. Dort müssen die Häuser vom Schlamm befreit werden. Geschwister aus anderen Gemeinden haben sich schon mehrfach auf den Weg gemacht, um dort mit aufzuräumen. Hier werden auch Schlafmatten und Decken ausgegeben, und die Menschen aus der Gegend werden mit Wasser und Essen erst-versorgt. Bitte beten Sie weiter für die Menschen in großer Not.

Update 19.11.2020: „In den letzten Tagen war es möglich, gemeinsam mit bzw. auch durch unsere philippinischen Geschwistern an verschiedenen Orten Ersthilfe zu leisten.
Eine Delegation von 5 Filipinos – inkl. dem Präses unseres Partnerbundes – ist in den sehr schwer verwüsteten Süden der Insel Luzon gefahren. Dort konnten sie an ca. 600 Familien Lebensmittelpakte, Hygienekits, Schlafmatten und Decken verteilen.
Andere Geschwister sind in die schwer betroffene Region Montalban im Norden von Manila gefahren, um dort vielen Familien Ersthilfe zu bringen, aber ihnen auch bei den Aufräumarbeiten und der Reinigung ihrer verwüsteten Häuser zu helfen.
Gleichzeitig konnten wir Geschwister aus dieser Region darin unterstützen, warme Mahlzeiten zu kochen, damit sie sie diese an die zu verteilen, die zur Zeit überhaupt keine Möglichkeit haben, selber zu kochen. Das wurde mit großer Dankbarkeit aufgenommen.
Und dann wurden noch viele Ersthilfepakete an Familien am Floodway und aus dem Umfeld anderen schwer betroffener Gemeinden in Manila verteilt.
Der Inhalt all dieser Pakete musste natürlich erst einmal gekauft und portionsweise verpackt werden. Gemeinsam mit einem Team und dem tatkräftigen Einsatz von vielen Filipinos haben Familie Pietschmann und Bauer sich sehr dafür eingesetzt, dass das alles klappt.
Wir sind – wieder einmal – beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Filipinos untereinander, und freuen uns sehr, dass wir durch die finanzielle Unterstützung gemeinsam mit ihnen Not lindern und ein Zeichen der Liebe Gottes setzen können.“

Update 24.11.2020: „Inzwischen konnten alle Ersthelfer aus den unterschiedlichen Regionen zurückkehren. Sie erzählen bewegt und müde, aber froh, wie dankbar die Leute die Hilfe angenommen haben, und wie bewegt sie von dem Zeugnis der Liebe Gottes sind. Gefragt, wie es den Menschen emotional geht, sagte der Präses des Bundes, der selber im Süden Hilfe geleistet hatte: „Diese Region wird immer wieder von Taifunen heimgesucht. Sie können es sich nicht leisten, depressiv zu sein. Sie müssen weiterleben“ Erschüttert ist er von den immens teuren Lebensmittelpreisen seit dem Taifun. Dadurch, dass vielerorts die Ernten zerstört sind, und auch Kokospalmen und Bananenstauden vernichtet wurden, steigen die Preise massiv. Wie sich das auf die Versorgungssituation der Menschen auswirkt, kann man sich vorstellen.

Im Moment läuft die nächste Hilfsaktion an. Betroffene aus dem Umfeld unserer Gemeinden, die bisher noch keine Hilfe erhalten haben, werden in den nächsten Tagen Lebensmittel u. Hygieneartikel erhalten. Außerdem gab es einige Sachspenden, die besonders an die verteilt werden, denen alles Hab und Gut in den Fluten verloren gegangen ist.
Und nachdem in beeindruckender Weise philippinische Christen und Geschwister aus verschiedensten Nationen (inkl. Deutschland!) auch finanzielle Unterstützung geben, überlegen wir nun, wie wir den Wiederaufbau besonders für die schwerst Betroffenen unterstützen können.“

 

Wir werden zeitnah über die weiteren Entwicklungen informieren.

 

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