Hoffnung schüren in einer Welt voller Krisen. Wie das auch durch grafische Schönheit gelingen kann und welche Herausforderungen das mit sich bringt, berichtet die Designerin Nadine Ortmann.
Krieg, Sanktionen, Klima … Säbelrasseln an allen Enden der Welt. Die Medien sind voller schlechter Nachrichten. Überdimensionale Überschriften und polarisierende Texte schüren Angst und schlechte Gefühle. Unsicherheit – wie geht es weiter, was hat noch Bestand? Selten lese ich in den Zeitungen Artikel, die mich glauben lassen, dass es doch noch Gutes gibt.
Und doch sind sie da: Geschichten, die in den Medien wenig Beachtung finden oder allenfalls eine Randnotiz sind. Vielleicht, weil sie die Welt nicht aus den Angeln heben, weil es um Einzelne geht, die im Weltgeschehen keinen Unterschied machen. Die aber von Hoffnung zeugen und von Veränderung, die eben doch möglich ist. Und diese Geschichten, diese Menschen sind es wert, gezeigt zu werden – für sie, für uns, für den Willen, weiterzumachen.
Ich liebe es in meiner Tätigkeit bei der Allianz-Mission, mutmachende Berichte aus unseren Missionsländern zu lesen und ihnen optisch die Bühne zu geben, die sie verdienen. Auch wenn das durchaus manche Hürde mit sich bringt: Braucht es so viel grafische Gestaltung oder könnte man sich die Seiten und damit Geld sparen und die move als Textwüste drucken, wie es der China-Allianz-Bote vor bald 140 Jahren tat? Ist die Fotoqualität ausreichend und wie sieht es aus mit Persönlichkeits- und Urheberrechten? Und selbst wenn ich das Ergebnis als Grafikerin annehmbar finde, kommt es bei den Leserinnen und Lesern an? Oder zieht die große Überschrift einer schlechten Nachricht in der nächsten Zeitschrift doch mehr Interesse auf sich? Am Ende liegt es doch im Auge des Betrachters, ob ein Artikel, eine Annonce, ein Flyer, ein Jahresbericht oder ein Buch mit Hoffnungsgeschichten Beachtung findet.
Die moderne Gestaltung verändert sich wie die Mode stetig, wird kulturell unterschiedlich aufgenommen oder an verschiedene Altersgruppen angepasst: Was jedoch bleibt, ist die Hoffnung, dass es in allem Sorgenvollen auch Gutes gibt. Menschen bewegen – Welt verändern, das ist unser Slogan. Auch wenn es oftmals „nur“ die Welt einzelner Menschen ist. Darum möchte ich weiter die Schätze aus der Missionsarbeit, die Geschichten, die Gott mit den Menschen schreibt, heben
und sie der Welt zeigen. Damit ihre Geschichten Hoffnung auf mehr machen. Wie die von Eva aus einem Slum in Nairobi, Kenia. Ihre Hoffnungsgeschichte können
Sie oben lesen.
Danke, dass Sie unsere Berichte lesen und sich ermutigen lassen von Gottes Wirken in der Welt. Wenn Sie Anregungen oder Fragen zu unseren Veröffentlichungen haben, kontaktieren Sie mich gerne.
Nadine Ortmann ist Designerin im Servicebereich Communication & Media
Der Artikel ist in unserem Magazin move (August – Oktober 2025) erschienen.
