Im Nordkaukasus überzeugt Gott durch Wunder, die er während Gebeten wirkt. Bischof Garik Kurginyan nennt es „Gebetsmission“, denn auf diesem Weg haben schon viele den Weg in seine Gemeinde gefunden.
Meine älteste Tochter wurde mit einem schweren Herzfehler, Lungenentzündung, Blindheit, Taubheit und einer gebrochenen Schulter geboren. Die Ärzte gaben ihr keine Überlebenschance. Wir beteten drei Wochen lang, und am 21. Tag heilte Gott sie vollständig! Dieses Erlebnis brachte mich zu einer Art der Evangelisation: Ich nenne sie „Gebetsmission“.
Im Nordkaukasus praktiziert die Mehrheit der Bevölkerung den Islam. In vielen Städten gibt es jedoch keine einzige christliche Kirche. Lange litt die Region unter Terroranschlägen durch extremistische Muslime, was die Verkündigung des Evangeliums besonders schwierig machte.
Die evangelikale Kirche in Tscherkessk suchte nach Wegen, um die Herzen der Menschen vor Ort zu erreichen. Als einer der wirksamsten Ansätze erwies sich die Gebetsmission: Wenn ein Gläubiger jemanden trifft, gibt er ein kurzes Zeugnis über Gottes Wunder in seinem Leben. Danach bittet er um Erlaubnis, jetzt für die Bedürfnisse seines Gegenübers im Namen Jesu Christi zu beten. Nach dem Gebet hinterlässt der Gläubige seine Kontaktdaten, um in Verbindung zu bleiben.
„Was der Herr in meinem Leben getan hat, kann er auch in Ihrem Leben tun.“
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Menschen ein Wunder der Heilung erleben, andere empfangen Trost und Frieden in ihren Herzen. Selbst wenn äußerlich nichts zu geschehen scheint, schätzen sie die Fürsorge und authentische Aufmerksamkeit. Wann immer ich predige, erzähle ich die Geschichte von meiner Tochter. Heute studiert sie an einer Universität, vollkommen gesund und ohne jede Spur von Krankheit. Ich sage den Menschen immer: „Was der Herr in meinem Leben getan hat, kann er auch in Ihrem Leben tun.“
Heute sind die meisten Mitglieder der Gemeinden im Kaukasus durch Gebetsmission zum Glauben gekommen. Die Gebetsmission ist ein lebendiges Zeugnis der Kraft Gottes, die sich in Einfachheit ausdrückt: Zeugnis, Gebet und Liebe. Auf diese Weise öffnen sich die Herzen im Kaukasus für Christus.
Bischof Garik Kurginyan ist Bischof einer Pfingstgemeinde in Tscherkessk
Der Artikel ist in unserem Magazin move (November 2025 – Januar 2026) erschienen.
