Amaya, Ismail und Ahmed wurden als Frühgeborene aus einer Drillingsschwangerschaft geboren. Aufgrund einer schweren Erkrankung der Mutter galt die Wahrscheinlichkeit, Kinder zu bekommen, lange Zeit als äußerst gering – trotz jahrelanger medizinischer Behandlung. Die Schwangerschaft trat schließlich spontan und ohne medizinische Intervention ein, verlief jedoch hochrisikoreich. Nach der Geburt mussten die drei Kinder stationär behandelt und medizinisch überwacht werden. In großer Sorge um die Entwicklung ihrer Kinder wandten sich die Eltern an unserer Einrichtung und baten um Unterstützung.
Bei Beginn der motorischen Rehabilitation zeigten die Babys: erhöhten Muskeltonus der oberen und unteren Extremitäten, fehlende Kopfkontrolle, niedriges Körpergewicht.
Im Zentrum für gesellschafliche Unterstützung (Zeichen der Liebe) arbeiteten drei Fachkräfte individuell mit jedem Kind. Therapeutische Maßnahmen, die unter anderem durchgeführt wurden: Massagen der oberen und unteren Extremitäten, physiotherapeutische Übungen, Förderung der Vierfüßlerposition, Schulung der richtigen Körperhaltung, Training des selbstständigen Sitzens und Stehens (Amaya), passive und reflektorische Übungen, Förderung der Feinmotorik (Greifbewegungen) bei Ismail, Drehbewegungen vom Rücken auf den Bauch, reflektorisches Krabbeln sowie Kräftigung der Rücken- und Nackenmuskulatur bei Ahmed.
Dank der kontinuierlichen therapeutischen Arbeit konnten deutliche Fortschritte erzielt werden: Entspannung und Kräftigung der gesamten Muskulatur, stabile Kopfkontrolle, schrittweiser Erwerb altersgerechter motorischer Fähigkeiten.
Heute zeigen die Kinder: selbstständiges Sitzen, Stehen, Krabbeln und Gehen, eine stabile, selbstständige Gangfähigkeit, die den Normen der altersentsprechenden körperlichen Entwicklung entspricht.
Diese positiven Ergebnisse sind nur durch frühzeitige, intensive und kontinuierliche Förderung möglich. Die notwendige therapeutische Unterstützung hilft eine gesunde und selbstbestimmte Zukunft der bedürftigen Kindern zu ermöglichen.
