Missionar, Gemeinde und Missionswerk arbeiten zusammen, um sich für ein Ziel einzusetzen: Die ganze Welt soll die Gute Botschaft hören und Gott die Ehre geben. Boris Schmidt baut mit seinem Team Church Relations Brücken.
Vor einiger Zeit las ich ein Buch über die Aussendung von Missionarinnen und Missionaren. Der Autor beschreibt darin ausführlich die Vielzahl an Aufgaben, die damit verbunden sind. Beim Lesen war ich überrascht: In seinem Missionsverständnis ist stets nur die einzelne Gemeinde für die Aussendung verantwortlich. Angesichts der Vielzahl der genannten Aufgaben erschien mir das auf Dauer kaum realistisch.
Aus meiner Erfahrung gelingt eine erfolgreiche Aussendung
meist erst durch das Zusammenspiel von Gemeinden und Missionsgesellschaft: Mehrere Gemeinden entsenden gemeinsam, während die Missionsgesellschaft
die meisten administrativen und rechtlichen Aufgaben übernimmt. So werden Personalverwaltung, Einsatzplanung, Budgetierung und Fundraising, Buchführung, Steuerfragen, Versicherungsmanagement, Spenderkommunikation, Reiseorganisation, Infrastruktur und Notfallvorsorge fachkundig abgedeckt. Gemeinden bringen persönliche Begleitung und Beziehung, Spenden und Gebetsnetzwerke ein. Niemand kann all das allein leisten; Kooperation bündelt Fachwissen, gleicht personelle Engpässe aus und schafft Kontinuität – denn Mission zu organisieren braucht viele Hände und Köpfe: Köpfe zum Planen und Kontrollieren, Hände zum
Umsetzen und Unterstützen. So wird die Aussendung von Missionaren nicht zur Aufgabe einzelner Gemeinden, sondern zu einer kollektiven Aufgabe.
Boris Schmidt ist Teil des Teams Church Relations
Der Artikel ist in unserem Magazin move (Mai – Juli 2026) erschienen.
