„Tem coisas que só Jesus faz!“
Theresa und Noah Deitmerg sind im September nach Itapuama in Brasilien ausgereist. Mitten in der fremden Kultur, bei Sprachelernen und Eingewöhnung erleben sie Gottes Treue.
Wir sind Familie Deitmerg und leben seit September in Brasilien. Gott hat uns in dieses Land voller Schönheit, Herzlichkeit und Herausforderungen berufen. Noch sind wir dabei, uns sprachlich und kulturell einzufinden, neue Gewohnheiten zu entwickeln und unseren Platz hier zu entdecken. Wir können vieles nicht aus eigener Kraft tun, sondern sind auf Jesus angewiesen.
„Tem coisas que só Jesus faz!“ (dt. es gibt Dinge, die nur Jesus tun kann!) Dieser Satz, gesehen auf einem alten Auto, hat uns neu daran erinnert, dass nicht alles in unseren Händen liegt. Es gibt Tage, an denen wir erschöpft sind: nach kurzen Nächten mit kranken Kindern, in der drückenden Hitze, wennes morgens schon über 30 Grad sind. Dann merken wir, dass unsere Kraft allein nicht reicht. Aber jeden Morgen dürfen wir neu zu Jesus sagen: „Mit deiner Hilfe schaffen wir das.“ Diese Gewissheit verändert unseren Alltag.
In den letzten Wochen habe ich, Theresa, Gott ganz konkret eingreifen sehen. Wenn ich allein unterwegs war, um Besorgungen zu machen oder ins Krankenhaus musste, hat er mir sprachliche Hürden genommen. Ich verstand plötzlich mehr Portugiesisch, traf Menschen, die überraschenderweise Deutsch oder Englisch sprachen, oder bekam genau zur richtigen Zeit Hilfe. Selbst das Autofahren, das so ganz anders läuft als in Deutschland, funktioniert inzwischen echt gut. Für mich sind das kleine, aber bedeutsame Meilensteine. Zeichen, dass Jesus mit uns unterwegs ist.
Wir merken immer wieder, dass wir Mission nicht aus eigener Kraft tun könnten. Gott führt Menschen zusammen, die sich gegenseitig ergänzen, ermutigen und tragen. Nur gemeinsam mit anderen Missionaren, Einheimischen, dem Team in Deutschland und Unterstützern können wir tun, wozu Gott uns berufen hat. Wir sind Teil von dem, was Gott hier in Brasilien in den Menschen bewegen möchte. Wir lernen täglich, mit offenen Augen und einem dankbaren Herzen inmitten von Armut und Reichtum unterwegs zu sein.
Theresa und Noah Deitmerg sind Missionare in Itapuama, Brasilien
Der Artikel ist in unserem Magazin move (Mai – Juli 2026) erschienen.
