Generation Z im Leitungsteam

Generation Z im Leitungsteam

Der Lead Circle ist ein neues Leitungsteam der Allianz-Mission (AM). Johanna Böckler ist seit dem Start als Teilnehmerin ohne Stimmrecht mit dabei und bringt den Blick der Generation Z ein.

Generationen treffen aufeinander: Das bemerken wir nicht nur im alltäglichen Leben, sondern auch in der Zusammenarbeit im Lead Circle der AM. Lead Circle – so nennen sich sechs Leitende verschiedener Bereiche und ich. Mit 24 Jahren bin ich mit Abstand die Jüngste im Team.

Als angehende Pastorin erlebe ich Organisationsmanagement, den Wandel hin zu agilem Arbeiten, die Einführung neuer Leitungssysteme sowie Personalführung im internationalen Kontext. Besonders profitiere ich durch das „Learning by Doing“: Ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen lerne ich neue technische Tools sowie verschiedene Meetingmethoden und -kulturen kennen. Ich übernehme Aufgaben, von denen ich manchmal selbst zu Anfang keine Ahnung habe. Als junger Mensch ist es unglaublich wertvoll, Verantwortung übertragen zu bekommen. Ich erlebe auf der einen Seite sehr schnelles und effektives Leitungshandeln, gleichzeitig aber auch die Bedeutung von gegenseitigem Vertrauen und eine herzliche Arbeitsatmosphäre.

„Als junger Mensch ist es unglaublich wertvoll, Verantwortung übertragen zu bekommen.“

In meiner Notizapp über das Gelernte aus dem Lead Circle lässt sich vieles finden. Hier einige Beispiele:

  • Leiterschaft: “ Authentische Gefährtenschaft als Grundwert gestalten – Teil von Leiterschaft, nicht als ein Tool, sondern als konstitutiver Part.“
  • Methodisch: “Jeder Lead formuliert ein Ziel, wann eine Aufgabe abgeschlossen ist“
  • Inhaltlich: “Kompetenz der Team Leads nutzen – konsequent zu Ende gedachte Partizipation”

Zugleich profitiert die AM von einem jungen Blickwinkel – und davon, dass die Perspektive der jungen Generation mitgedacht wird. Das Christentum wächst vor allem im globalen Süden und wird das weltweite Christentum künftig prägen. Mission fordert heute polyzentrisches Arbeiten, weshalb die AM zunehmend in diese Richtung denkt. Die demografischen Realitäten variieren weltweit stark und so ist es nur folgerichtig, auf junge Menschen zu setzen.

Dieses Anliegen trägt bei der AM den Namen „Radical Young Generation“ (deutsch: radikale junge Generation – RYG). Ziel ist es, radikal jung und anders zu denken. Was das konkret bedeutet, wird sich in den kommenden Monaten zeigen – deutlich wird jedoch schon jetzt eine klare Haltung und Ausrichtung.

Ein Pilotprojekt im Rahmen von RYG ist die Teilnahme an einer mehrtägigen Klausur der AM im September: Zehn ausgewählte Alumni, die bereits ein Auslandsjahr mit der Allianz-Mission absolviert haben, werden mit Leitenden der AM Zusammenkommen. Ziel ist es, nicht nur über, sondern mit jungen Menschen zu sprechen, sie gezielt zu fördern und ihnen Verantwortung zu übertragen. Auf diese Weise soll die rettende Botschaft von Jesus Christus durch Wort und Tat weltweit verbreitet werden – von überall nach überall, auch durch junge Menschen.

Johanna Böckler startet gerade als Pastorin im Bund Freier evangelischer Gemeinden

Der Artikel ist in unserem Magazin move (August – Oktober 2026) erschienen.