Senegal

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Unsere Arbeit

Das Volk der Fulani lebt in Westafrika und trägt verschiedene Namen, die je nach Region variieren (Fulani, Fula, Fulbe, Peoul, Toucouleur,…). Der Islam und der Animismus prägen stark die Kultur der Fulani. Fulas sprechen alle dieselbe Sprache „Fula“ und verstehen sich daher über Landesgrenzen hinweg. Das Leben als reisendes Nomadenvolk mit Vieh ist tief in ihrer Kultur verankert – Daher handeln viele Lieder und Geschichten von Viehzucht und dem Reisen.

Die Fulani gelten als Schlüsselvolk zur Verbreitung des Evangeliums in Westafrika. Wer zum Glauben kommt, gilt jedoch als Verräter seiner Kultur und erlebt Verfolgung.

Derzeit werden neue Fulani-Pastoren gesucht und Kooperationen mit Werken ausgebaut. Im Juli 2026 startete eine Arbeitsgruppe für den Neuanfang der Arbeit unter den Fulas. Tätigkeiten liegen daher derzeit im Sensibilisieren, Motivieren, Vernetzen, Schulen und Begleiten von Fula-Pastoren im Senegal.

 

 

Geschichte

Aktuell ist Mitarbeiter Willi Ferderer als Berater unter Fulani-Pastoren tätig. Er und seine Frau Maria waren von 1988-1998 mit WEC International Teil eines Missionarsteam, das im Senegal unter Fulani arbeitete.

Willi übernahm nach dem Sprachstudium Anfang 1989 die Seelsorgearbeit und wurde der erste Pastor der Gemeinde Velingara. Er baute die Gemeinde auf und führte sie gemeinsam mit dem Team zum offiziellen Status einer „Gemeinde im Aufbau“ der neu gegründeten „Alliance des Eglises Evangeliques du Senegal“ (AEES), aus der später die „Alliance Evangelique du Senegal“ (AES) hervorging. Zudem betreute er Gemeinden im Umfeld Velingaras.

Die Zahl der Gläubigen wuchs, und Ende 1996 konnten Fulani-Gläubige aus dem Senegal sowie einige christliche Vertreter der Fulani aus den Nachbarländern zu einer ersten Konsultation über die Missionsarbeit unter den Fulani eingeladen werden. Es waren 95 Personen anwesend, von denen etwa 70 evangelikale Fulani waren.
Bevor Willi und Maria im Juli 1998 abreisten, gab es in Fouladou* 45 Gläubige, von denen die meisten (in Velingara und Kounkané zusammen) getauft waren, sowie deren Kinder, die den Gottesdienst besuchten. Vor seiner Abreise wurde ein Fula als Nachfolge-Pastor ernannt.

Im Juli 1998 trafen erste Neue Testamente in Fulakunda im Senegal ein (5.000 Exemplare). 1999 wurde der Jesus-Film in Fulakunda produziert. Zudem wurden bald evangelistische Flugbätter in drei Fulani-Dialekten gedruckt.

Zwar sind einige Fula damals Christen und manche sogar Pastoren geworden, doch ist die christliche Gemeinde seit Willi Ferderers damaligem Dienst wieder stark geschrumpft. Daher startete erneut im Juli 2026 die Arbeit unter Fula durch die Christen vor Ort, die Allianz-Mission und Partner.

 

*Das Fouladou meint das Gebiet, in dem das Volk der Fulas vorkommt. Es erstreckt sich vom Senegal und Gambia bis nach Mosambik und Teile Nigerias.

Missionsland der Allianz-Mission seit 2026
Ansprechpartner
Berater für Pastoren im Senegal
  • 02774 / 9377 - 401
  • w.ferderer@allianzmission.de
  • Einwohner 19575000
  • Sprache Französisch, Arabisch; Im Osten u.a. Wolof, Serer, Fulakunda, and Diola; Im Westen u.a. Bambara, Malinke und Soninke
  • Hauptstadt Dakar
  • Religionen Muslime: 93,8 % Christen: 4,3 % Andere Religionen, vorwiegend traditionelle Afrikanische Religionen: 1,6 % Letzte Datenerhebung zur Religionszugehörigkeit: 1988

Unsere Mitarbeitenden

Berichte aus unserer Arbeit