Clothed in Dignity

Clothed in Dignity – in Würde gekleidet

In dem Nähprojekt „In Würde gekleidet“ (Clothed in Dignity) werden – in Zusammenarbeit mit Darren und Minako, kanadischen Partnern – zehn Frauen beschäftigt. Sieben von ihnen stammen aus dem Dorf Phnom Dey, neben dem Müllberg Siem Reaps. Dort haben sie in den vergangenen Jahren Tag für Tag, bzw. nachts, wenn die LKWs ankommen, nach Brauchbarem gesucht, Essensreste für Schweine gesammelt oder Dosen und Metall zum Recyclen mitgenommen. 

Bei „In Würde gekleidet“ haben die Frauen nun einen sicheren Arbeitsplatz, ein faires, geregeltes Einkommen und gesundheitliche Vorsorge für sich und ihre Familien. Durch das „Savings-Program“ (Sparprogramm) erlernen sie zudem den richtigen Umgang mit Geld, anstatt sich ständig neu zu verschulden und in die Fänge von Kredithaien zu gelangen. Vor allem aber lernen sie in täglichen Andachten Gott als ihren Erlöser kennen, der sie „in Würde kleidet“, vollkommen liebt und genial erschaffen hat. Er behandelt sie nicht wie „Müll“, sondern als Frauen die er in „Würde gekleidet hat“.  

„Sie fertigt Hemden und verkauft sie und liefert dem Händler Gürtel. Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht angesichts des kommenden Tages.“
Sprüche 31, 24-25 

Die Frauen nähen T-Shirts, T-Dresses, Taschen, Sportbekleidung und Schuluniformen und aufgrund der Corona-Pandemie auch sehr viele Masken. 

Armut

Siem Reap ist mit etwa einer Million Khmer eine der dichtbesiedelten Gegenden Kambodschas. Trotz verbesserter Infrastruktur in den letzten Jahren kämpfen viele der 179.000 Familien in der Provinz um ihr Überleben. Für viele Familien aus dem Dorf Phnom Dey neben dem Müllberg ist dieser ‚“Wertstoffhof“ die Lebensgrundlage. Täglich suchen sie dort im Müll nach dem, was den durch die Straßen ziehenden Müllsammlern in Siem Reap entgangen ist. 

Viele Kinder der Familien helfen beim Müllsuchen mit und brechen die Schule schon früh ab. Für diejenigen, die sogar bis zum Ende der 6. Klasse zur Schule gehen, ist in der Regel nicht genug Geld da, um sie dann auf eine weiterführende Schule zu senden. So bleiben die allermeisten Familien in dem Kreislauf der Armut stecken, wenn sie nicht wegziehen Vor Ort gibt es nämlich keine fairen Jobmöglichkeiten. 

Faire Arbeitsplätze

In dem Nähprojekt „In Würde gekleidet“ wird Frauen mit Würde und Wertschätzung begegnet. Das Projekt schafft faire Arbeitsplätze für Frauen aus dem Dorf Phnom Dey. Zudem erhalten sie für sich und ihre Familien eine Gesundheitsvorsorge. Ihr regelmäßiges Einkommen ermöglicht es ihnen, ihre Familien zu ernähren und die Kinder zur Schule zu schicken.  

Durch das tägliche Lesen in der Bibel werden sie zudem immer sicherer darin, Khmer zu lesen. Das ist für viele der Frauen, die oft nur wenige Schulklassen besucht haben, ein enormer persönlicher Gewinn. Einige der Frauen haben bereits in den letzten Monaten eine Entscheidung für Jesus getroffen. Gerade sie erleben, dass Gott sie durch alle Schwierigkeiten hindurch hält und trägt. 

Dadurch, dass einige der Ehemänner im Projekt „Made for This“ beschäftigt werden, erleben sie zudem positive Veränderungen in ihren Ehen und Familien. 

Impressionen aus unserer Arbeit