Haus des Segens

Haus des Segens – Südostasien

Das Haus des Segens befindet sich in einer Millionenstadt Südostasiens.
Es besteht aus einem Café und verschiedenen Gemeinschaftsräumen.
Das Café wird genutzt, um Begegnung mit Einheimischen zu haben und verschiedene Aktivitäten anzubieten: Von Sport- und Sprachclubs über Musikabende bis hin zu Spielenachmittagen ist alles dabei. Über diese Freizeitangebote werden Freundschaften aufgebaut und positive Werte vermittelt.

Die Gemeinschaftsräume werden vielseitig verwendet. Dort finden z.B. Hauskreise und Jüngerschaftsgruppen von unterschiedlichen christlichen Gruppen Raum, sich zu treffen, ihren Glauben zu vertiefen und andere zur Teilnahme einzuladen.

Insgesamt möchte das Haus des Segens, wie der Name schon sagt, ein Segen sein:
Ein Segen für den Einzelnen – indem jedem, der das Haus betritt, das Gefühl vermittelt wird, dass er willkommen ist.
Ein Segen für die christliche Gemeinschaft – indem christliche Werte vermittelt werden und Christen im Haus des Segens die Möglichkeit bekommen, ihren Glauben zu leben.
Ein Segen für die Gesellschaft – indem das Café Besuchern die Möglichkeit bietet, soziale Projekte zu unterstützen.

Glaube

Die Geschichte der christlichen Gemeinschaft im Land ist von Zwietracht geprägt. Die protestantische Kirche distanziert sich von der katholischen, weil letztere dem vorherrschenden Geisterglauben nachgeht. Außerdem gibt es viele Unstimmigkeiten und Machtkämpfe zwischen unterschiedlichen Gruppierungen und Denominationen.
Zusätzlich zu all diesen Problemen wird das Christentum ganz grundsätzlich vom Staat missbilligt.

Das alles macht es sehr schwer für einheimische Christen, ihren Glauben zu leben. In Gesprächen mit ihnen hören Haus des Segens-Mitarbeiter immer wieder, dass sie sich nicht einmal trauen, ihre Überzeugungen mit ihrer Familie zu teilen. Die Gefahr, ausgegrenzt zu werden, ist sehr real – einige Christen haben genau das sogar schon erlebt: engste Angehörige haben ihnen aufgrund ihres Glaubens den Rücken zugekehrt.

Identität

Die Generation, um die sich die Arbeit im Haus des Segens vorwiegend dreht, ist die jüngere Generation. Diejenigen, die die Angebote hauptsächlich in Anspruch nehmen, sind Studenten.
Im Gespräch mit ihnen treten häufig Themen rund um die Frage nach der Identität auf. In Südostasien gibt es nämlich viele Konflikte zwischen den Generationen, die dafür sorgen, dass der jüngeren Generation häufig wenig Wertschätzung und Zutrauen entgegengebracht wird.

Ganz praktisch bedeutet das, dass viele junge Menschen nicht den Weg gehen können, den sie sich eigentlich wünschen würden – aus dem Bedürfnis heraus, den Erwartungen der Eltern zu entsprechen. Das sorgt für viele Zweifel und die Frage danach, wer sie denn eigentlich sind.

Gesellschaft

In Südostasien stellen viele gesellschaftliche Aspekte ein Problem dar.

Ein Beispiel ist der gravierende Unterschied zwischen Arm und Reich. Dieser zeigt sich schon im Stadtbild: direkt neben hochmodernen Wohnkomplexen und Shoppingzentren finden sich Wellblechhütten und Menschen, die am Existenzminimum leben.

Ein Bereich, der ebenfalls problematisch ist, ist an vielen Stellen fehlendes Umweltbewusstsein.
Die Umweltverschmutzung in der Stadt ist groß und auch auf den Plastikkonsum wird bei unzähligen Essensständen an den Straßen eher nicht gedacht.

Unterschiedliche Generationen lernen normalerweise nicht gemeinsam.

Glaube

Da die Gemeindelandschaft in Südostasien bereits geprägt von Abspaltung und Distanzierung ist, ist das Haus des Segens bewusst keine Gemeinde-Neugründung. Stattdessen soll es ein Ort sein, wo Christen verschiedener Denominationen einander begegnen, voneinander lernen, zusammenarbeiten und in Einheit an Gottes Reich mitbauen.
Die Gemeindelandschaft prägt das Haus des Segens allerdings trotzdem mit: durch die Zusammenarbeit mit einheimischen Gemeinden.

Hauskreise und Jüngerschaftsgruppen finden im Haus des Segens Raum, sich zu treffen, ihren Glauben zu vertiefen und andere Christen zur Teilnahme einzuladen. Dadurch werden insbesondere diejenigen unterstützt, die ihren Glauben in ihrem familiären Umfeld nicht offen leben können.
Diese Unterstützung wird im Haus des Segens auch in persönlichen Gesprächen geboten – dort sollen einheimische Christen spüren, dass sie nicht alleine sind.

Auch Menschen, die noch keine Christen sind, sollen im Haus des Segens positiv geprägt werden. Im Umgang mit einander werden christliche Werte wie Gastfreundschaft, Nächstenliebe und Geduld vermittelt. So merken Besucher schnell, dass im Haus des Segens etwas „anders“ ist und fragen nach. So entstehen oft tiefe und bereichernde Gespräche.

Identität

Um das Selbstbewusstsein der Einheimischen zu stärken, fangen die Mitarbeiter im Haus des Segens im Kleinen an: Zuerst einmal soll jeder, der das Café im Haus des Segens betritt, das Gefühl vermittelt bekommen, dass er willkommen ist. Auch durch die Deko werden dort Botschaften wie „du bist wertvoll“ vermittelt.

Ebenso sollen Teilnehmer in den Freizeitangeboten und anderen Veranstaltungen diese Wertschätzung empfinden. Deshalb wird bewusst auf neue Leute zugegangen und sie werden schnell in die Gemeinschaft integriert. Oft entstehen in diesen Gruppen dann auch wirkliche tiefe Freundschaften.

In Kursen, wo Wissen vermittelt wird, wie zum Beispiel unseren Englisch-Clubs bemühen sich die Mitarbeiter im Haus des Segens ganz besonders, Teilnehmer zu ermutigen. Oft trauen sich Einheimische nicht, vor anderen Englisch zu sprechen, weil sie denken, sie seien zu schlecht. Dann ist es wichtig, kleine Schritte mit ihnen zu gehen und ihnen ihre Fortschritte zu spiegeln.

Gesellschaft

Das Café im Haus des Segens bietet Besuchern die Möglichkeit, durch einen kleinen Aufpreis soziale Projekte Einheimischer zu unterstützen. Dadurch geschieht nicht nur durch die Projekte eine ganz praktische positive Veränderung, sondern es wird auch das generelle Bewusstsein für bestehende Probleme gestärkt.

Außerdem führt das Haus des Segens auch selbst Aktionen durch, zum Beispiel Events, in denen auf Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht wird. Das Café verzichtet so auch auf Plastikstrohhalme und auch Mitarbeiter dort bemühen sich, ihren Plastikkonsum zu reduzieren, um mit gutem Vorbild voranzugehen.

Durch die Englischkurse, die das Haus des Segens kostenlos anbietet, haben Besucher bessere Chancen im Bezug auf ihre berufliche Zukunft. In Südostasien ist es nämlich sehr wichtig, die englische Sprache zu beherrschen, wenn man einen guten Job haben möchte. Da bietet das Haus des Segens gute Unterstützung.

Einheimische werden außerdem gefördert, indem sie ganz praktisch in die Arbeit im Haus des Segens integriert werden. So besteht bereits das Leitungsteams des Cafés im Haus des Segens zum Teil aus Einheimischen und beide Seiten profitieren sehr von der Zusammenarbeit.

Studenten lernen Englisch im Café.

Rezepte aus dem Café im Haus des Segens

Der Klassiker: Südostasiatischer Eiskaffee

Zutaten:

  • 50 ml Kaffee aus Robusta-Bohnen
  • 50 ml gesüßte Kondensmilch
  • 30 ml normale Milch
  • viel Eis

Zubereitung:

  • Kaffee, Kondensmilch und Milch miteinander vermischen
  • in ein großes Glas füllen und mit Eiswürfeln auffüllen
  • einen Edelstahl-Strohhalm hinzufügen (aus Gründen der Nachhaltigkeit werden im Haus des Segens keine Plastikstrohhalme verwendet)
  • sich 35°C im Schatten vorstellen und genießen

Der Spezielle: Bubble Tea

Zutaten:

  • 125 ml Tee
  • 20 ml Vanillesirup
  • 30 ml gesüßte Kondensmilch
  • 30 ml normale Milch
  • ein Löffel „Bubbles“ (essbare Perlen, die in Asien vielen Getränken hinzugefügt werden)
  • viel Eis

Zubereitung:

  • Tee, Sirup, Kondensmilch und Milch in ein großes Glas geben
  • Glas zu 2/3 mit Eiswürfeln auffüllen
  • den Löffel „Bubbles“ dazugeben
  • einen Löffel und einen Edelstahl-Strohhalm hinzufügen (aus Gründen der Nachhaltigkeit werden im Haus des Segens keine Plastikstrohhalme verwendet)
  • sich schattiges Plätzchen suchen und genießen

Der Fruchtige: Pfirsich-Eistee

Zutaten:

  • 80 ml Pfirsichtee
  • 30 ml Pfirsichsirup
  • 30 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 20 ml Pfirsichsaft (von Pfirsichen aus der Dose)
  • ein wenig Zitronengras
  • 2 Stücke Pfirsich aus der Dose
  • eine Orangenscheibe
  • ein wenig Eis

Zubereitung:

  • die flüssigen Zutaten und das Zitronengras mischen
  • Eiswürfel in ein großes Glas füllen und Getränk hinzugeben
  • Pfirsich und Orange dazugeben
  • einen Löffel und einen Edelstahl-Strohhalm hinzufügen (aus Gründen der Nachhaltigkeit werden im Haus des Segens keine Plastikstrohhalme verwendet)
  • sich eine Pause gönnen und genießen