Pag-Asa

Pag-Asa – Philippinen

Pag-Asa ist ein Projekt, das Straßenkindern in Manila einen sicheren Ort bieten möchte.

Metro Manila beherbergt ca. 20 Mio Menschen. Als Hauptstadt der Philippinen ist sie Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Lebens sowie größter Verkehrsknotenpunkt des Landes.

Was für Europäer schwer zu verstehen ist, ist der Kontrast der eng besiedelten Slums zu den modernen Büroanlagen und Wohnsiedlungen. Unglaublich ist auch, dass im Schnitt 46.000 Menschen auf einem Quadratkilometer wohnen, in den Armenvierteln sogar bis zu 90.000 Menschen/km2.

Der Altersdurchschnitt von ca. 22 Jahren macht deutlich, wie viele Kinder es auf den Philippinen gibt. Hunderttausende von ihnen leben im Großraum Manila auf der Straße. Dort setzt Pag-Asa an: Anfang 2019 wurden Räumlichkeiten in einer Gegend gemietet, in der sich sehr viele Straßenkinder aufhalten. Dort wird ihnen jetzt in einem Drop-in Center eine Anlaufstelle geboten, an der sie die Unterstützung erhalten. Es ist an fünf Tagen die Woche geöffnet und täglich können dort bis zu 30 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren Zeit verbringen.

Keine Versorgung

Diese Kinder leben entweder völlig auf sich allein gestellt oder mit losem Anschluss an ihre kaputten Familien. Sie überleben durch Betteln und Klauen, schlafen in verlassenen Ecken oder der Kanalisation und sind stets der Willkür anderer ausgeliefert. Sie sind mangelernährt, haben keine Chance auf adäquate Bildung, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und angemessenen sanitären Einrichtungen. Die Kinder leiden an Schlafmangel, sind auf unterschiedlichste Weise traumatisiert und Missbrauch ausgeliefert.

Keine Perspektive

Da die Kinder unter einem derartigen Mangel an Versorgung in sämtlichen Lebensbereichen leiden, fehlt ihnen jegliche Perspektive. Ihr einziger Ausweg ist oftmals, Klebstoff oder andere Drogen zu konsumieren. Leicht geraten sie in die Fänge von Banden und Menschenhändlern.

Versorgung

Im Drop-in Center können die Kinder sanitäre Einrichtungen, saubere Kleidung, etwas zu essen und einen sicheren Platz zum Schlafen vorfinden. Außerdem können sie dort spielen und erhalten Förderung in ihrer persönlichen und kognitiven Entwicklung. Natürlich dürfen sie auch ihre jüngeren Geschwister mitbringen, die viele stets bei sich haben und mit versorgen müssen.

Die Mitarbeiter kümmern sich um die körperlichen und seelischen Belange der Kinder, indem sie z.B. mit ihnen kochen, die Nägel saubermachen, sie entlausen, ihre Wunden versorgen, mit ihnen spielen und Geschichten vorlesen. Sie sind Ansprechpartner und Vertrauenspersonen, die den Kindern mit Respekt und Wertschätzung begegnen und mit ihnen über relevante Themen ins Gespräch kommen

Eine Perspektive

Bei Pag-Asa wird den Kindern Hoffnung gespendet. Die Mitarbeiter vermitteln ihnen, dass sie von Gott geliebt sind und wertvoll geschaffen wurden. Sie werden eingeladen, diesen lebendigen und sie liebenden Gott kennenzulernen.
Das alles schenkt eine positivere Selbstwahrnehmung und eine neue Perspektive.

Darüberhinaus werden die Kinder auch dabei unterstützt, diese Perspektive in praktische Schritte umzusetzen. Durch die Anstellung von Sozialarbeitern und die Zusammenarbeit mit der philippinischen Sozialbehörde soll für sie – und wenn möglich auch ihre Familien – eine nachhaltige Veränderung ihrer Lebenssituation erreicht werden.