In einem immer wieder von Erdstößen geschüttelten Land ist eine Prophezeiung über Erdbeben leicht zu untermauern. Gerhard Deimel erlebt in Japan die Macht von Prophezeiungen durch Mangas auf das Denken der Bevölkerung. Nicht nur im Internet gehen Gerüchte um, sondern auch in der Japanische Bevölkerung. Sie sorgen für große Verunsicherung und Ängste: Am 5. Juli …
In einem immer wieder von Erdstößen geschüttelten Land ist eine Prophezeiung über Erdbeben leicht zu untermauern. Gerhard Deimel erlebt in Japan die Macht von Prophezeiungen durch Mangas auf das Denken der Bevölkerung.
Nicht nur im Internet gehen Gerüchte um, sondern auch in der Japanische Bevölkerung. Sie sorgen für große Verunsicherung und Ängste: Am 5. Juli soll ein schweres Erdbeben Japan erschüttern. Drei Mal so hohe Tsumnami Flutwellen werden die Folge sein, ähnlich wie Jenes Erdbeben in der Tohokuregion am 11. März 2011, so die Prophezeiung.
Bereits am Montag, als ich am Abend im Japanischunterricht war, gab es Erdbeben-Warnungen aufs Handy. Suedlich von Kyushu gab es im Meer um eine Insel Erdbeben der Stärke über 5 (Skala mit 7 aber nach oben hin offen). Weitere stärkere Beben sollen folgen.
Die Prophezeiungen sollen auf dem Buch einer bekannten Manga Autorin, Ryo Tatsuki, beruhen. Diese Voraussagen machte sie in den 1990-er Jahren in einem ihrer Comics. Als Grund für die Erdbeben nannte sie, dass die philippinische Kontinentalplatte und die eurasische zusammenstoßen – schwere Verwüstungen und Zerstörungen in (Süd-) Japan sind die Folge. Tatsuki soll nach den Gerüchten auch das Erdbeben von 2011 vorhergesagt haben.
Jesus mittendrin
Seit Montag hat es in Südjapan um eine Insel im Pazifischen Ozean südlich von Kyushu über 900 Erdstöße bis über der Stärke 5 gegeben. Heute früh soll auch ein Vulkan auf der erwähnten Insel ausgebrochen sein. Seine Asche erreichte eine Höhe von 3000 m, so die Berichte.
Am Nachmittag des 4. Julis kam unsere Tochter ganz aufgewühlt und verängstigt von der Schule nach Hause, weil Mitschüler und auch Lehrer von der Prophezeiung dieser Autorin gesprochen haben. Ich versuchte sie zu beruhigen, und ihr verständlich zu machen, dass wir alle Ängste bei Jesus, der den Sturm stillen kann und stärker als alle Naturgewalten ist, im Gebet abgeben dürfen. „Fürchte dich nicht! Wenn Jesus bei uns ist, brauchen wir nichts zu fürchten.“
Jesus hat uns auch die Zusage gegeben:
„In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. „
Johannes 16,33
Die Menschen, die Jesus, nicht kennen, sind ohne Hoffnung und Halt. Wir finden unsere Zuflucht, bei Jesus. Als Christen sind wir in Gottes Armen geborgen, gerade in der größtem Not und Verunsicherung und Angst. Gott kann uns vor dem Bösen und Unheil bewahren.
Aber wir dürfen uns nicht von wagen Gerüchten und vermeintlichen Propheten verunsichern lassen. Es sind bloß Spekulationen. Wir können zwar Vorbereitungen für den Ernstfall treffen, aber wir dürfen alles in Gottes Hand legen. Unsere Tochter hat gleich, unsere Notfallrucksäcke, die in Japan stets gepackt und griffbereit sein sollen, hervorgeholt. Das ist das, was wir tun können. Doch als Christen kennen wir den lebendigen Gott und liebenden Vater im Himmel. Ihm dürfen wir in alles Lebenslagen vertrauen. In seinen Händen sind wir sicher und geborgen.

Lasst es uns mit Martin Luther halten, der äußerte: “ ..und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen…“. Das ist Glaube, das ist Hoffnung. Unser Gott ist allmächtig, ihm dürfen wir in allen Lebenssituationen vertrauen. Bei ihm sind wir geborgen.
Geborgen bei Jesus
Das schwere Erdbeben, das nach der Neuauflage des Buches von Ryo Tatsuki 2021 für den 5. Juli angekündigt war, ist natürlich ausgeblieben. In der Region gibt es ständig Erdbeben, die eine Stärke bis über 5 auf der Richterskala haben. Wir dürfen uns nicht von solchen Vorhersagen falscher Propheten verunsichern lassen. Jesus hat selber gesagt, dass am Ende der Zeit falsche Propheten kommen, die unter den Menschen Angst verbreiten. Wir aber wissen unser Leben ist in Gottes Hand geborgen.
Gerhard und Junko Deimel sind Missionare in Japan



