„Meine Eltern waren Missionare“ – Alumnitreffen erwachsener Missionarskinder

Third Culture Kids (Drittkulturkinder, TCK) verbindet eine Erfahrung: in einer den Eltern fremden Kultur aufzuwachsen. Wie das bis ins Erwachsenenalter prägt, hörten wir bei „Get together“ (dt.: zusammenkommen), unserem Alumni-Tag für erwachsene Missionarskinder. Erwachsene Missionarskinder nennt man auch Adult ThirdCulture Kids (ATCKs). Es sind Leute, die einen wesentlichen Teil ihrer Entwicklungsjahre in einem anderen Land …

Third Culture Kids (Drittkulturkinder, TCK) verbindet eine Erfahrung: in einer den Eltern fremden Kultur aufzuwachsen. Wie das bis ins Erwachsenenalter prägt, hörten wir bei „Get together“ (dt.: zusammenkommen), unserem Alumni-Tag für erwachsene Missionarskinder.

Erwachsene Missionarskinder nennt man auch Adult ThirdCulture Kids (ATCKs). Es sind Leute, die einen wesentlichen Teil ihrer Entwicklungsjahre in einem anderen Land verbracht haben, weil ihre Eltern dort als Missionarinnen und Missionare unterwegs waren. Sie wachsen zwischen der Kultur ihrer Herkunftsfamilie und der Kultur des Gastlandes auf und entwickeln dadurch eine eigene, „dritte“ kulturelle Identität. Es stärkt interkulturelle Kompetenz, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.

An unserem Alumni-Tag waren wir eine bunte Mischung an ATCKs, die in Brasilien, Tansania, auf den Philippinen, in Südostasien, Japan und im Kosovo gelebt haben. Teilweise brachten sie ihre Ehepartner und Kinder mit. Es wurde Schönes, aber auch manches Schmerzhafte geteilt. Offenheit und Ehrlichkeit prägten den Tag.

„Die Rückkehr nach Deutschland war echt schwer, der Einstieg in die Schule schrecklich. Ich wurde oft als ‚Buschkind‘ bezeichnet. Aber heute schätze ich beide Kulturen – jede mit ihren eigenen Stärken. Ich bin sehr dankbar für meine Kindheit!“ Das können nicht alle für sich sagen. Manches braucht noch Heilung. Wir als Vorbereitungsteam waren sehr bewegt. Das Gehörte bestätigt uns als Allianz-Mission, dass eine gute Begleitung der heutigen Missionarskinder von großer Bedeutung ist. Uns stimmte dankbar, als eines der ATCK berichtete, dass sie heute Mentorin für eines ist. Wie gut!

Beate Reins, Kinder und Mission

Der Artikel ist in unserem Magazin move (August – Oktober 2026) erschienen.