Agripioneers

 

 

Agripioneers

In einem der ärmsten Gebiete der Welt schulen wir ambitionierte Unternehmensgründerinnen und -gründer darin, aus einer Geschäftsidee einen Businessplan zu entwickeln und diesen in der Folge umzusetzen. In Partnerschaft mit der Anglikanischen Kirche vor Ort findet zunächst eine 3-monatige Intensivschulung zu den Grundlagen der Unternehmensgründung statt, bei dem gleichzeitig der Businessplan entwickelt wird.
Nach Abschluss der Schulung kann auf einer 300 ha großen Agrarfläche der Anglikanischen Kirche die Unternehmensidee getestet werden, ohne selbst hohe Investitionen tätigen zu müssen. Zur bereitgestellten Infrastruktur gehört neben der Grundausstattung ein Bewässerungssystem, Gewächshäuser und eine Lagerhalle inkl. gekühlter Lagerfläche. Noch wichtiger ist es aber, dass sich die Gründer gegenseitig in der herausfordernden Gründungszeit unterstützen können (analog zu geteilten Büroflächen bei Tech-Gründungen in Deutschland).

Wir möchten in diesem Projekt das Narrativ ändern von „Du bist so arm. Ich spende für dich, weil du mir leid tust.“ zu „Ich glaube an deine Idee und deine Fähigkeiten. Ich investiere in dich.“

Vision

In einem der ärmsten Gebiete der Welt Menschen befähigen, erfolgreiche und große Unternehmen aufzubauen, die eine ganze Region transformieren können.

Mission

Gründer und Gründerinnen befähigen, erfolgreiche Unternehmen aufzubauen, die wiederum viele Arbeitsplätze schaffen und Hunger durch zusätzliche Lebensmittelproduktion bekämpfen.

Ziel

Bis 2024 möchten wir 82 Unternehmensgründungen unterstützen, die 1.750 neue Arbeitsplätze im ländlichen Tansania hervorbringen.

Zielgruppe

Frauen und Männer, die eine gute und ambitionierte Unternehmensidee im Bereich Landwirtschaft oder Lebensmittelindustrie haben und diese zeitnah umsetzen wollen.

  • das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung),
  • die Anglikanische Kirche,
  • UNDP (United Nations Development Programme),
  • Business Angels,
  • Mentoren

Urbanisierung

Im Agrarsektor arbeiten 70 % der tansanischen Bevölkerung. Gleichzeitig ist die Urbanisierung innerhalb von 10 Jahren von 27 % auf circa 34 % gestiegen. Neben dem Bevölkerungswachstum von ca. 3 % sorgt die zunehmende Urbanisierung dafür, dass immer mehr Menschen keine eigenen Lebensmittel mehr anbauen und der ländliche Raum eine immer wichtigere Rolle in der Grundversorgung der Bevölkerung spielt.

Mangel an Ausbildung und Finanzen

Unternehmensgründungen im Agrarsektor im ländlichen Gebiet sind für die Armutsbekämpfung essentiell. Ein Förderangebot wie z.B. Gründerzentren oder Startup Ökosysteme sind jedoch nicht oder nur kaum vorhanden. Eine auf Gründer spezialisierte Wissensvermittlung findet nicht statt und weder ein Investoren– noch ein Peer-to-Peer Netzwerk sind verfügbar, um Gründer mit Kapital, Kundenverbindungen oder technischem Know-How zu unterstützen. Laut einer Umfrage müssen 80% der Gründer auf ihr Erspartes zurückgreifen, um die Unternehmensgründung zu finanzieren. Daher sind viele begabte Gründer aufgrund der fehlenden Mittel per se ausgeschlossen.

Ausbildung

60% der weltweit noch ungenutzten Agrarflächen befinden sich in Afrika. Gleichzeitig hat Afrika ein Handelsdefizit im Lebensmittelbereich von 43 Mrd USD. Um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, benötigt es neue expandierende Agrar- und Lebensmittelunternehmen. Durch die Verbindung von Wissen, Mentoring und bereitgestellter Testfläche erleichtern wir es Unternehmensgründern, erfolgreich zu starten. Gleichzeitig werden ethische und christliche Werte in der Unternehmensführung vermittelt, um nachhaltig arbeitende Unternehmen aufzubauen.

Langfristiger Erfolg

Der Erfolg des Projekts steht und fällt letztendlich auch damit, die besten Gründer mit Kapital auszustatten. Daher wird ein Teil der Projektspenden auch dafür genutzt, die Startphase der Startups zu unterstützen. Wenn das Unternehmen nach ca. 7 Jahren wachsen und seinen Wert steigern konnte, werden durch die Erträge wieder neue Unternehmen finanziert und weitere Projektkosten getragen. Erfolgsgeschichten ziehen an und motivieren andere. Mit Gottes Segen können wir mit diesem Projekt ein Modellprojekt entwickeln, das Nachahmer hervorbringt, um das größere Ziel der Hunger- und Armutsbekämpfung zu erreichen.